Projektbetriebe

Baubetriebshof Göttingen

ZuWaGs Projektbetrieb

Baubetriebshof Göttingen

Erfahrungsbericht Baubetriebshof der Stadt Göttingen

Bauhof Göttingen Herbing Bauhof

-->-Steckbrief: In diesem städtischen Regiebetrieb sind insgesamt 115 Menschen beschäftigt; 107 im gewerblichen Bereich (5 davon sind Auszubildende), 8 in der Verwaltung. Der Altersdurchschnitt liegt bei 46 Jahren.

Wichtigste Tätigkeiten: Grünflächen- und Baumpflege (47%), Straßen- und Wegebau (39%), Hochbauunterhaltung öffentlicher Gebäude (10%), Spielplatzunterhaltung (4%)

Der Baubetriebshof Göttingen startete mit der Mitarbeiterbefragung im Februar 2014 ins ZuWaGs-Projekt. An den Gesprächen mit den Projektbetreuern von Inifes beteiligten sich zwanzig Beschäftigte aus den Bereichen Grünflächenpflege und Tiefbau. „Wir haben dabei auch auf nutzbare Ergebnisse für den im Betrieb bestehenden Ausschuss für Arbeitssicherheit (ASA) gesetzt“, sagt Henning Schwarze, stellvertretender Leiter des Göttinger Baubetriebshofes. Die Ende August präsentierte Auswertung der Beschäftigtenbefragung förderte keine gravierenden Belastungen zu Tage. Allerdings gab es Mitarbeitervorschläge, etwa die, an heißen Sommertagen Getränke bereitzustellen und allen Beschäftigten des Baubetriebshofes Zugang zum Intranet der Stadtverwaltung zu gewähren.

„Diese Vorschläge haben wir ebenso in den Handlungsplan aufgenommen wie das Thema Schulungen – zu Mitarbeiterführung wie auch zur Gesundheitsvorsorge“, so Henning Schwarze. Da der Baubetriebshof erst relativ spät mit dem Projekt begonnen hat, haben entsprechende Seminare bisher allerdings noch nicht stattgefunden. Betriebshofleitung und Personalrat wollen jedoch die Ergebnisse des ZuWaGs-Projektes mit der Arbeit des ASA zunehmend verknüpfen.

Anders als in vielen anderen bundesdeutschen Kommunen stellt die Stadt Göttingen neue Mitarbeiter/innen ein. Alle frei werdenden Stellen im Baubetriebshof können neu besetzt werden. Da sich auf dem Arbeitsmarkt nicht immer die passenden Bewerber finden, setzen Betriebsleitung und Personalrat verstärkt auf die eigene Ausbildung, um die dringend benötigten Nachwuchsfachkräfte zu erhalten. Die Azubis werden für zunächst ein Jahr übernommen – allerdings von Anfang an mit der Option auf eine Festanstellung. Henning Schwarze: „Dennoch wird das Thema Alterung mit allen Aspekten der gesundheitlichen Belastungen auch bei uns eine zunehmende Rolle spielen.“ Welche Instrumente zur Integration leistungsgeminderter bzw. leistungsgewandelter Mitarbeiter angewendet werden, ist dabei noch zu klären. Denkbar wäre etwa, den gesundheitlichen Belastungen und Anforderungen auf dem Baubetriebshof innerhalb der Gefährdungsbeurteilung noch mehr Gewicht zu geben. Die Handlungsmöglichkeiten dafür sollen im ASA ausgelotet werden. Bisher hätten sich zwar in Einzelfällen schon geeignete Jobs für gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeiter gefunden, so der stellvertretende Leiter, doch sei für die Zukunft eine größere Systematisierung über den ASA angedacht.

Da der Baubetriebshof erst 2013 ins ZuWaGs-Projekt eingestiegen ist, hoffen die Beteiligten auf eine Verlängerung. An den Themen dranbleiben werden sie in jedem Fall über ihren seit anderthalb Jahren bestehenden Arbeitssicherheitsausschuss.                                    gg