Bürgerservice

Von der Old Work zur New Work?

Neue Bürokonzepte

Von der Old Work zur New Work?

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Neue Bürogebäude: Mittlerweile gibt es in vielen Verwaltungen Diskussionen um neue Bürokonzepte. Hintergrund: Viele Bürogebäude, die nach dem Krieg gebaut wurden müssen saniert werden. Teilweise erfordert die Digitalsierung auch eine modernere technische Aufrüstung. Nicht zuletzt verlangt der Klimaschutz neue bauliche Anforderungen.

Flächen sollen rationell genutzt werden: Bei Städten vor allem in Ballungsräumen ist es für Arbeitgeber interessant, Geschossflächen in Bürogebäuden effektiv auszunutzen. Dies leitet zur Überlegung, wie hoch die Nutzungsfrequenz eines Büros ist. Teilweise gibt es statistische Erhebungen, wonach Büroraum nur zu 60 bis 70 % an regulären Arbeitstagen genutzt wird.

Jüngere Beschäftigte verlangen nach mehr Souveränität: Gleichzeitig trifft die Suche nach neuen Raumkonzepten auf das Interesse von vielen jüngeren Beschäftigten Sie können sich flexiblere Formen der Arbeit vorstellen. Das könnte Mobile Arbeit oder ein Homeoffice sein.

Von findigen Immobilienvermarktern wird dies als New Work gepriesen.

Old Work zu New Work un der Zusammenhang zum erforderlichen Büroraum Herbing Von der Old Work zur New Work

Doch es gibt auch viel Widerspruch. Für alle Menschen ist der Arbeitsplatz einer sozialer Lebensraum. Das Büro spielt eine wichtige Rolle für die Entfaltung. ver.di ist nicht grundsätzlich gegen solche Konzepte, aber mit den Beschäftigten muss das Gespräch gesucht werden.

Innenausstattung des Rathauses in Utrecht . Werbefotos der Firma Arend Ahrend Werbefoto der Firma Arend zum Rathaus Utrecht Innenausstattung

Es kann viel falsch gemacht werden. Es wäre bespielsweise viel falsch gemacht worden, wenn mit der Einführung von flexiblen Bürokonzepten die Beschäftigten in einen Wettlauf eintreten, wer am frühesten am Arbeitsplatz ist. Dies um, um sich einen adäquaten Schreibtisch sichern zu können. 

Einen guten Ansatz hat der Personalrat in Düsseldorf gefunden. Seine Forderungen listen wir hier auf: 

FORDERUNGEN DES PERSONALRATES DÜSSELDORF ZU EINEM NEUEN BÜROKOMPLEX IN DER DÜSSELDORFER ALTSTADT:

  • Aktive Einbeziehung der Kolleginnen und Kollegen
  • Offene und transparente Kommunikation
  • Etablierung einer neuen Führungskultur
  • Neues Raumkonzept nur mit Augenmaß
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz muss oberste Priorität haben
  • Digitalisierung neu priorisieren
  • Schaffung eines „wertigen Ambientes“

Den Begriff "wertiges Ambiente" definiert der Personalrat wie folgt:

  • Eine sehr gute technische Ausstattung
  • Vorhandensein aller benötigten Arbeitsmittel
  • Ergonomische und flexible Möbel
  • Viel Platz
  • Grüne Zonen (Dachterrassen, Garten, u.a.)
  • Gute Kantinen, Kaffeebars/-Theken
  • Ausreichende, abwechslungsreiche und anregende Arbeitszonen und -plätze
  • Sporträume, Umkleiden und Duschen
  • Kinderbetreuung (Betriebskita)
  • Fahrradabstellplätze. Garagenplätze
  • Ökologische Aspekte (Klimaschutz und Vorbildfunktion)

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