Beschäftigte in Bädern

Arbeitsschutz in Bädern

Arbeitsschutz in Bädern

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Infektionsschutz unter fortbestehenden Corona Risiken

Seit Ende Mai öffnen nach den Freigaben durch die Landesregierungen wieder viele Bäderbetriebe. Der Öffnungsprozess vollzieht sich teilweise in sehr großer Geschwindigkeit. Jedoch, da es noch keinen Impfstoff gibt, sind die Ansteckungsrisiken durch das Corona Virus nach wie vor hoch. Wichtig ist es daher, den Infektions- und Arbeitsschutz ernsthaft bei allen Vorbereitungen für die Badegäste auch für Beschäftige mit zu berücksichtigen.

  • Gefährdungsbeurteilungen (§5 ArbSchG) sind auch beim Infektionsschutz als Instrument zu nutzen. Aufzulisten sind die Gefährdungen. Daraus abzuleiten sind die Maßnahmen zum Arbeitsschutz.
  • Infektionsschutzkenntnisse für Führungskräfte: Die Verantwortung wird nach dem Arbeitsschutzrecht (Unternehmerpflichten) auf die Führungskräfte übertragen. Bei Meister*innen für Bäderbetriebe ist davon auszugehen, dass allgemeines Wissen mit ihrer Qualifikation erworben wurde. Zu überprüfen ist, ob auch die erforderlichen Kenntnisse für den Infektionsschutz vorhanden sind.
  • Ansprechpersonen sichern: Betriebsärzte wie auch Arbeitssicherheitsfachkräfte sind verpflichtet bei Maßnahmen zum Infektions- und Arbeitsschutz zu beraten. Kontakte sind ausreichend zu publizieren.
  • Arbeitsschutzausschuss (ASA): Ab 20 Beschäftigten muss in jedem Betrieb ein ASA eingerichtet sein. Maßnahmen und Unterstützungen zum Infektionsschutzes sind in ihm zu beraten und dann umzusetzen. Er sollte aktuell entsprechend häufiger tagen und insbesondere die Umsetzung der Maßnahmen prüfen.
  • Unterweisung: Führungskräfte müssen über zentral geplante Maßnahmen unterrichtet werden, damit sie schließlich sachgerecht ihre Mitarbeiter*innen in der Prävention unterweisen können. Auch hier gilt erst baulich-technische Schutzmaßnahmen schaffen, dann die Eigenverantwortung der Beschäftigten absichern.

Umgang mit Risikogruppen und Schutzmaßnahmen bei der Lebensrettung

Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht.

  • Beschäftigte, die erhöhte gesundheitliche Belastungen bei einer Corona Infektion haben, sind in weniger publikumsintensiven Bereichen oder ohne Publikum einzusetzen.
  • Bei der Dienstplangestaltung sind sie bevorzugt in weniger frequentierten Besucherzeiten einzusetzen.
  • Für Aufgaben der Lebensrettung sind Schulungen für die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) mit dem Beatmungs-Beutel (Ambu) anzubieten, um den höchstmöglichen Eigenschutz der Beschäftigten zu sichern.  

Notwendige Einzelmaßnahmen zum Infektionsschutz, solange das Risiko eines erneuten Corona-Ausbruchs vorhanden ist

  1. Die Bestimmungen zum Infektionsschutz wie auch die Verfahren der örtlichen Gesundheitsämter sind laufend zu schulen.
  2. Über eine gute Außenkommunikation sind Besucherzahlen zu begrenzen, damit Mindestabstände eingehalten werden können (Zeittickets).
  3. Die Becken sind mit Markierungen (Bahnschwimmen) zu unterteilen.
  4. Die tägliche Registrierung der Badegäste ist notwendig, damit Infektionsketten nachvollzogen werden können. Zu beachten: Nach zwei Wochen sind die Listen aus Datenschutzgründen zu vernichten.
  5. Abstandmarkierungen in Wartebereichen sind zu schaffen und Sanitärräume sind von den Nutzerzahlen her zu begrenzen.
  6. Für Freibäder aber auch größere Hallenbäder ist zusätzliches Sicherheitspersonal zu beschäftigen …
  7. … und es müssen Notfallpläne geschaffen werden, wie bei Missachtungen der Haus- und Badeordnungen aber auch bei Übergriffen die Beschäftigten abgesichert sind.
  8. Kassen- und Versorgungsbereich: Anbringen von Schutzfenstern gegen die Tröpfchenübertragung …
    … sowie Hand-Desinfektionsstationen für Handläufe, Griffe etc.,
  9. Schutzausrüstung wie Masken und Handschuhe sind kostenfrei zur Verfügung stellen wie im übrigen auch Mittel zum Hautschutz.
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Eine Information der DGUV für die Erarbeitung von Pandemie und Infektionsschutzpläne sind auf den Seiten des Sachgebietes Bäder zu finden. Hier klicken..

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