Fachgruppe Kommunalverwaltung

Verwaltungsfachwirt/in: Aufstieg im Verwaltungsdienst

Verwaltungsfachwirt/in: Aufstieg im Verwaltungsdienst

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Fortbildung zum/zur Verwaltungsfachwirt/in

Der Titel Verwaltungsfachwirt/in kann in Deutschland über zwei Wege erworben werden.

  • Entweder über die Beamtenausbildung zum gehobenen Dienst an einer Fachhochschule für die öffentliche Verwaltung.
  • oder für Angestellte über eine berufsbegleitende Fortbildung.

Bei den Angestellten erfolgt die Aufstiegsfortbildung in der Regel mit einem sogenannten zweiten Verwaltungslehrgang [VL II oder auch A2]. Dieser wird in den Bundesländern sehr unterschiedlich geregelt. So variieren Lehrgangsdauer und Prüfungsdauer teilweise erheblich.

Diese Unterschiede wurden in einer Studie vom Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BIBB)  recht anschaulich dargestellt. Danach hat Deutschland über 50 unterschiedliche Regelungen zum Fortbildungsabschluss "Verwaltungsfachwirt/in". 

In keinem Berufszweig ist die Fortbildung so unterschiedlich geregelt, wie im öffentlichen Verwaltungsdienst.

Ausbildungs- und Prüfungspflicht

Bis zum September 2005 galt in den Kommunen der Bundesangestelltentarifvertrag, kurz BAT. In ihm war in den §§ 23 bis 25 das Eingruppierungssystem geregelt. Zum 1.10.2005 wurde der Nachfolgetarifvertrag zum BAT, der TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst), eingeführt. Nach dem Überleitungsrecht (§17 TV-Ü) zum TVöD gelten bei Neueinstellungn die alten Vergütungsvorschriften fort.

Nach der Anlage 3 zu §25 BAT besteht danach eine Ausbildungs- und Prüfungspflicht für den Allgemeinen Verwaltungsdienst. Sie fordert für die Mehrzahl der Bundesländer, dass bei Tätigkeiten, die dem Niveau des gehobenen Dienstes entsprechen und zu einem selbstständigen Entscheiden ermächtigen, eine vorherige Ausbildung vor allem in Rechtsfragen stattgefunden hat, also eine Fortbildung zum zur Verwaltungsfachwirt/in mit einer Angestelltenprüfung II.

Projekt Berufsweg - Perspektiven der Aufstiegsfortbildung für Angestellte

In dem ver.di Projekt wurde 2012 bis 2013  die Zukunft der Verwaltungsfortbildung diskutiert. Beteiligt waren Verterter/innen der Studieninstituten, einige Stellen der Aus- und Fortbildung im öffentlichen Dienst, Verteter/innen aus Berufsbildungsausschüssen und Personalräten sowie der Bereich berufliche Bildung bei ver.di. Diskutiert wurden Wege und Perspektiven einer bundesweit einheitlichen Fortbildung für Angestellte in den Verwaltungen. Rahmenbedingung war hierbei: Die Prüfungsordnung sollte hinsichtlich der Prüfungsinhalte und der Prüfungsdauer bundesweit einheitlich sein. Hierin sollte jedoch die Vermittlung  landesspezifischer Rechtskenntnisse einen entsprechenden den Raum haben.     

Das Positionspapier bekommst Du im Folgenden.